2011/03/05_SV Döbern - SVG 1:2

Verfasst:
So 6. Mär 2011, 10:24
von Ingo
Brandenburgische Landesklasse Süd / 19. Spieltag am 05.03.2011:
SV Döbern - SV Großräschen 1:2 (1:0)
Torschützen:
1:0 Christian Struck (19.min.)
1:1 Michael John (55.min.)
1:2 Jan Kalus (56.min.)
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Gerd Werner (Finsterwalde)
SV Döbern:
Andreas Römer - Hugo Hentschel, Lars Noack, Jens Sonntag, Philip Schneider (G), Christian Heinke (G), Alexander Trost (G), Christian Behring, Christian Struck, Dennis Scholz, Jörg Neumann
SV Großräschen:
Marian Miottke (G) - Robert Schwedler, Sebastian Backasch, Marcus Winkler, Raphael Schulz, Ingo Paulick, Thomas Kandler, Sebastian Mattuschka (82. Markus Miottke), Jan Kalus, Marcel Liese, Michael John (76. Sebastian Sebischka)
Verfasst: So 6. Mär 2011, 10:24
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Re: 2011/03/05_SV Döbern - SVG 1:2

Verfasst:
So 6. Mär 2011, 10:28
von Ingo
SVG rettet Sieg in Döbern
Der SV Großräschen hat seine Partie beim SV Döbern mit 2:1 gewonnen. Dabei begann dieses Auswärtsspiel unter denkbar ungünstigsten Voraussetzungen. Zunächst verzögerte sich die Anreise eines Großteils der Spieler nach einer Autopanne erheblich, dann war der Hauptplatz in Döbern gesperrt, so dass man auf einen kleinen Nebenplatz, einen Kilometer von den Umkleidekabinen enfernt, ausweichen musste, der zudem zur Hälfte noch knochenhart gefroren war. Dies spielte den Gastgebern natürlich in die Karten, die sich vom Anpfiff weg in ihrer Hälfte verbarikadierten und nur auf Fehler im Räschener Aufbauspiel, bedingt durch die Platzverhältnisse, lauerten. So lief das Spiel von Beginn an nur in eine Richtung. Nach zehnminütigem Anrennen entschied Schiedsrichter G. Werner aus Finsterwalde nach einem Foul im Döberner Strafraum zurecht auf Foulelfmeter. Der sonst so sichere Marcus Winkler scheiterte jedoch mit seinem platzierten Schuss am stark haltenden Römer. Das war der nächste Nackenschlag für die Räschener. Statt des erhofften frühen Führungstores musste man nun weiter gegen das Döberner Abwehrbollwerk anrennen. Dabei taten sich die Gäste weiter schwer. Spielerisch ging nichts und man wurde, wenn, nur nach Standards gefährlich. So köpfte Michael John eine Freistoßflanke von Raphael Schulz in der 18. Minute freistehend nur in die Arme des Döberner Torwarts. Eine Minute später folgte der Rückschlag für den SVG. Eine missglückte Kopfballrückgabe und Stellungsfehler in der Innenverteidigung ließen dem Döberner Struck freie Bahn Richtung Tor und dieser verwandelte sicher. Damit war das Spiel völlig auf dem Kopf gestellt. In der Folgezeit bekam der SVG keinen Fuß mehr auf den Boden. Zwar blieb man optisch feldüberlegen, konnte sich jedoch keine Chancen herausspielen und leistete sich zudem in der Defensive zum Teil unerklärliche Aussetzer. So hatte Döbern in der 34. Minute per Freistoß und in der 44. Minute, als Struck eine missglückte Rückgabe erlief, dann aber ebenso kläglich verstolperte, große Möglichkeiten, eine gewisse Vorentscheidung herbeizuführen.
Nach einer lautstarken Kabinenpredigt kamen die Räschener zur zweiten Halbzeit deutlich entschlossener auf das Spielfeld. So dauerte es auch nicht lange, ehe zwei individuell klasse herausgespielte Spielzüge zur Führung reichten. In der 55. Minute wurde Michael John auf der linken Außenbahn freigespielt. Nach einem Doppelpass mit Thomas Kandler kam er an der 16-Meter-Linie zum Torschuss und schlenzte den Ball in den rechten Dreiangel zum Ausgleich. Nur eine Minute später ein fast identischer Spielzug. Diesmal waren die Protagonisten Jan Kalus und Michael John. Erstgenannter wurde per Doppelpass zentral vor dem Tor freigespielt und verwandelte ganz abgeklärt zur 2:1-Führung. Damit war die Partie innerhalb von einer Minute gedreht. Aber unverständlicherweise gaben die Gäste in der Folgezeit das Zepter des Handelns aus der Hand. So ermöglichte man den eigentlich mehr als harmlosen Gastgebern mittels langen Flugbällen in den Strafraum doch die ein oder andere Möglichkeit. Die größte Ausgleichschance besaß Struck in der 60. Minute, als er den stark haltenden Marian Miottke in zwei Versuchen nicht überwinden konnte. Der SVG kam dagegen erst in den Schlussminuten zu zwei guten Konterchancen. Aber sowohl Markus Miottke, der eine Steilvorlage direkt knapp neben den linken Pfosten setzte, als auch Sebastian Sebischka, im 1 gegen 1 gegen den Döberner Torwart, verpassten die Vorentscheidung. So musste der SVG bis zum Schluss um die kostbare Führung zittern, ehe der gute Schiedsrichter G. Werner aus Finsterwalde die Partie nach vierminütiger Nachspielzeit endlich abpfiff.
Quelle: mein Gehirn (und so an die Lausitzer Rundschau gemailt)