IBA-Städter verschenken leichtfertig die Punkte Der SV Großräschen hat nach einer insgesamt schwachen Gesamtleistung nicht zu unrecht mit 0:1 gegen Peitz verloren. Dabei wurde sehr klar deutlich, das sich der SVG zur Zeit, wie in den Vorjahren auch, im Frühjahr wieder seine Formkrise nimmt. Die schlechten und nicht mehr zeitgemäßen Trainingsbedingungen mögen die eine Seite der Medaille sein, die Kehrseite verdeutlicht aber auch sehr stark, das der ein oder andere Akteur wohl mit der gestiegenen Erwartungshaltung nicht zurecht kommt. Mit nichts anderem sind die zum Teil unerklärlichen Stockfehler und Aussetzer im Spiel zu erklären. So tat man sich gegen destruktive Gäste aus Peitz, die nur hinten drin standen und mit langen Bällen auf ihre agilen Stürmer den Erfolg suchten, schwer und brachte keinen konstruktiven Spielaufbau zustande. Nur in der dritten Spielminute blitzte das Können der Gastgeber kurz auf, als Marcel Liese über rechts sehr gut freigespielt wurde und eine präzise Flanke auf Michael John schlug, dieser jedoch das Leder volley knapp über das Gebälk jagte. Danach verflachte das Spiel zusehendst. Gefahr kam nur noch über Standards auf. Ein Freistoß von Michael John verpasst Marcus Winkler nur knapp. Letztgenannter versuchte sich in der 31. Minute erneut mit einem scharf geschossenen Standard, fand aber seinen Meister im sicheren Peitzer Torwart Leupold. Kurz darauf die erste gute Chance der Gäste. Nach einem leichten Ballverlust im Räschener Aufbauspiel kam nach einem langen Diagonalschlag Schön an den Ball, schoss jedoch über das Tor. Als Michael John einen weiteren Freistoß kurz vor der Halbzeit knapp neben den rechten Pfosten setzte, ging es mit einem torlosen Remis zum Pausentee.
Nach Wiederanpfiff schienen die Hausherren ihre Gedanken in der Kabine gelassen zu haben, denn anders ist der Aussetzer zum 0:1 in der 48. Minute nicht zu erklären. Zuerst wurde ein Zweikampf im Offensivspiel leichtfertig verloren, anschließend luden Stellungsfehler und mangelndes Zweikampfverhalten dem Peitzer Schön geradezu zum Toreschießen ein, was dieser auch dankbar annahm. Anschließend zogen sich die Gäste noch weiter zurück, während die Räschener immer mehr verkrampften und zum Teil planlos gegen das Abwehrbollwerk anrannten. Trotzdem ergaben sich noch Chancen. Aber auch die Glücksgöttin Fortuna war an diesem Tage nicht auf der Seite der Gastgeber. So scheiterte Torsten John nach guten Einzelaktionen zweimal am Pfosten. Auch die gefährlichen Eingaben von Raphael Schulz segelten einige Male durch den Strafraum, ohne einen Abnehmer zu finden. Dem hatte Peitz noch einen gut herausgespielten Konter entgegenzusetzen. Der Flugkopfball von Funk ging jedoch knapp über die Torlatte. Als Torsten John und kurz darauf Raphael Schulz mit ihren Schussversuchen am Peitzer Torwart scheiterten, pfiff der umsichtig leitende Sten Seliger aus Finsterwalde die Partie ab, die den Gastgebern eine empfindliche, dem Spielverlauf aber gerechtfertigte, Niederlage einbrachte.
Quelle: mein Gehirn (und so an die Lausitzer Rundschau gemailt)
Marcel Liese (SVG, l.) kam nicht mehr an den Ball.Bildquelle: Lausitzer Rundschau - Senftenberg