Eine blutleere Vorstellung Der SV Großräschen hat sein Heimspiel gegen die SG Friedersdorf mit 0:2 verloren. Dabei boten die Hausherren erneut eine ganz schwache Offensivleistung ab. Ohne die beiden John-Brüder (verletzt, gelbgesperrt) agierte die Räschener Offensive erschreckend harmlos und ließ jeglichen Zug zum Tor vermissen. So hatte man zwar gefühlte 80% Ballbesitz und berannte auch pausenlos das Friedersdorfer Tor, herausgespielte Chancen bzw. Torschüsse blieben jedoch die absolute Ausnahme. Trotz all dieser negativen Voraussetzungen hätte der SVG in der 24. Minute in Führung gehen müssen. Sebastian Sebischka vergab aber die klarste Einschussmöglichkeit fahrlässig. Zuvor konnten beide Seiten jeweils eine gute Möglichkeit verbuchen. Zunächst wurde Steve Schultchen sehr gut über rechts freigespielt, scheiterte mit seinem Schlenzer jedoch am gut reagierenden Thiele im Friedersdorfer Tor. In der 21. Minute folgte dann eine Doppelchance für die Gäste. Den ersten kapitalen Fernschuss konnte SVG-Keeper Manuel Büttner noch abwehren, der folgende Nachschuss strich dann haarscharf am linken Pfosten vorbei. Was dann allerdings nach diesen Aktionen passierte, kann man nicht erklären. Der SVG verlor zusehendst seine Linie und die Gäste lauerten auf die eine entscheidende Gelegenheit. Und die kam in der 43. Minute. Die rechte Räschener Abwehrseite war völlig blank, so dass Borchardt dort hineinstoßen konnte. Er überlief noch einen zur Rettung herbeisprintenden Räschener Abwehrspieler und schob locker zur 1:0-Führung für die Gäste ein.
Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich das planlose Anrennen der Gastgeber fort. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Verkrampfung immer spürbarer. Chancen, wenn überhaupt erwähnenswert, entstanden nur durch Standards, die aber alle nicht zwingend genug waren. So folgte die logische Konsequenz in Form des 0:2. Nach einem kapitalen Abwehrschnitzer bedankte sich Schollbach in der 74. Minute mit der Vorentscheidung für die Gäste. Diese hätten in der Schlussphase gegen sich aufgebende Gastgeber durchaus noch was für ihr Torverhältnis machen können, beschränkten sich jedoch nachvollziehbar auf die Sicherung ihres kostbaren Vorsprungs. So endete für die Räschener ein völlig enttäuschender Nachmittag mit einer in dieser Form desaströsen Niederlage, die Friedersorfer hingegen können mit den wohl nicht erwarteten drei Punkten, neue Kraft im Abstiegskampf sammeln.
Quelle: mein Gehirn (und so an die Lausitzer Rundschau gemailt)
Der Großräschener Steve Schultchen (r.) zog in dieser Szene ab. Allerdings sprang nichts Zählbares heraus.Bildquelle: Lausitzer Rundschau, Lokalausgabe Senftenberg